MONTAG, 09. MAi 2011 / Friedrichshain, Berlin, Deutschland
Willkommen auf unserem Reiseblog.
Wir werden am Montag den 19.09.2011nach Südostasien und Australien aufbrechen. In den
Nächsten Wochen werden wir hier von unsere Vorbereitungsaktivitäten
berichten. Mehr Informationen zu unserer Reise, über uns, die Motorräder
und wie alles began findet ihr unter
https://freifahrt.net/index9.html .
SAMSTAG, 14. MAi 2011 / Friedrichshain, Berlin, Deutschland
Unglaublich aber wahr,
heut morgen kam der schocker, per telefon. Unsere Freundin Alice rief
an, bei ihr im Hof habe es gebrannt!!!!
Esther hatten ihr Motorrad aus Sorge vor besoffenen Mopedschupsern am
1.Mai von der Rigaerstraße in einen Hinterhof der Frankfurter Allee
gestellt. In Sichtweite von Alice Ihrem Küchenfenster. Nun gibt es
verschiedene Strömungen die in den letzten Wochen mit vorliebe
hochwertige Autos in brandt setzen um hier im Viertel auf die
problematik "Gentrifizierung" aufmerksam zu machen.
Offensichtlich war die Wahl des BMW's der neben Esthers Motorrad parkte
nicht so gut, den in der Nacht auf Samstag wurde dieser in Brand
gesetzt. Die Flammen sind natürlich auf die Dakar übergesprungen, diese
hat sich nun all ihrer Kunststoffverkleidung endledigt (naked bike) und
ist ordentlich verschmort. Als wir vor einigen Monaten Esthers Motorrad
anmeldeten spotete Markus noch über die Teilkasko die Esther
abgeschlossen hatte, unser Glück.
shit happens
das schrieb der
Berliner Stadtmorgen
DONNERSTAG,
02. Juni 2011 / Friedrichshain, Berlin, Deutschland
Unsere
Vorbereitung läuft gar nicht gut. Diesmal hat es Markus
erwischt. Nach einer kleinen Auseinandersetzung am Herrentagmorgen, hat
er bewiesen das Fußball einfach nicht sein Sport ist. Ergebnis:
Fünffacher Mittelfußbruch / sechs Wochen Krücke
SONNTAG,
05. Juni 2011 / Friedrichshain, Berlin, Deutschland
Nach der Niederlage
vom Donnerstag, gibt es heute nur positives zu berichten. Esther hat Ihr
erst kürzlich verbranntes Motorrad durch ein neues und besseres
ersetzt. Dieses hat Sie mit Markus Schwester in Solingen abgeholt und
einen Marathon von 1200km an einem Tag abgespult.
Danke Marika.... Anke und Andreas
SAMSTAG,
18. Juni 2011 / Friedrichshain, Berlin, Deutschland
" deute die Zeichen"
!!!
Nachdem
die Rauchschwaden über Esthers abgebranntem Motorrad, lange
verzogen sind, haben wir letzten Freitag nun die Brandziege in einem
BMW Forum angeboten. Wir waren beide über das große Interesse
Überrascht und am Sonntag Morgen war das Motorrad eigentlich bereits
verkauft. Als sich ein gewisser DakarRay bei uns meldete. Dieser war
uns aus einem BMW Forum sehr wohl bekannt, als besitzer 2er Orginal
Rallyemaschinen, die er durch einen Glücklichen Zufall anfang des
Jahres für einen schmalen Taler erstanden hatte. "Lange Rede gar kein
Sinn" -
unglaublich
aber war, wir tauschten! Esther Brandschaden und Markus seine
Baustelle. Inzwischen hatte sich Markus etwas mit seinen Umbaumaßnahmen
Übernommen und bangte vorm TÜV. DakarRay wollte beide und Markus
wollte seine - der Deal war perfekt - der heiß geliebte Traum einer
BMW F650 Dakar in Rallyausführung wurde wahr.
DIENSTAG,
05. Juli 2011 / Friedrichshain, Berlin, Deutschland
Wir nehmen an das es
vor 30 Jahren leichter war, als Ostdeutscher eine Visum für
Westdeutschland zubekommen - Nun endlich ist es soweit - Unsere
Indienvisa sind im Pass!!!
1ter Besuch ( Mai
2011) (Esther )
- alle Unterlagen ausgefüllt / Reisebericht /
Pässe / Bilder / Vollmacht / Gebühren dabei
Reaktion von der Frau am Schalter: "Ohne die Carnet* bekommen sie kein
durchreisevisum mit eigenen Fahrzeugen, besorgen sie das und sie
bekommen ohne Probleme ihre Visa's."
2ter Versuch (30.06.11
morgens 9.00Uhr) (Markus )
- alle Unterlagen / Reiseübersicht / Pässe /
Bilder / Vollmacht / Gebühren / Carnet dabei
Reaktion von der Frau am Schalter: "Wir haben seit Montag neue
Antragsformulare - die alten haben keine Gültigkeit mehr. Sie finden
dort im Formularständer einen Zettel."
3ter Vesuch (30.06.11
mittags 13.00Uhr) (Markus )
- der ausgefüllte Zettel aus dem Formularständer
/ Reiseübersicht / Pässe / Bilder / Vollmacht / Gebühren / Carnet dabei
/
Reaktion von der Frau am Schalter: "Das is der Falsche, sie können den
Antrag nur online ausfüllen und ausdrucken."
4ter Versuch (06.07.11
morgens 9.00Uhr) (Esther)
- der online ausgefüllte Antrag / Reiseübersicht
/ Pässe / Bilder/ Vollmacht / Gebühren / Carnet dabei /
Reaktion von der Frau am Schalter. "Wir haben seit Montag (04.06) die
Order nur noch Passbilder aus unserem eigene Fotoautomaten zu
akzeptieren."
5ter Versuch (06.07.11
mittags 13.00Uhr) (Esther + Markus)
- der online ausgefüllte Antrag / Reiseübersicht
/ Pässe / Bilder aus dem Hauseigenen Automaten / Gebühren / Carnet
dabei /
Reaktion von der Frau am Schalter: "Glückwunsch sie habens geschafft -
aber die Carnet wäre doch nicht nötig gewesen."
...?...
* Carnet
de Passage
DONNERSTAG,
14. Juli 2011 / Friedrichshain, Berlin, Deutschland
Nach dem leidigen
Dilemma mit dem Indischen Visa's - endlich mal eine reibungsloser und
unkomplizierter Behördengang - 2 Tage Bearbeitungszeit, alle Unterlagen
Vollständig und der Stempel der Islamischen Republik Pakistan prangt in
unseren Pässe. Selbiges in der iranischen Botschaft.
SONNTAG,
17. Juli 2011 / Friedrichshain, Berlin, Deutschland
Das lange warten hat ein Ende, nach 6 Wochen
Motorrad-Abstinenz,
darf Markus nun endlich wieder den Fuß belasten und wir haben diese
tolle Nachricht zum Anlass genommen um eine ausgedehnte Tour nach
Dessau und wieder zurück zu machen. Wenn unsere Reise nur annähernd so
Schön wird wie dieses Wochenende, wovon wir ausgehen, sollen solche
Dinge, wie Beinbruch, Brandmopeds und Visahürden, es uns wirklich wert
gewesen sein.
DONNERSTAG,
06. August 2011 / Friedrichshain, Berlin, Deutschland
Auf zwei Rädern nach Australien
Die Speyrer Hörgerßte-Akustikerin Esther Leist und ihr Partner wollen Fernweh stillen un sich dabei auch sozial engagieren
von Michael Grohmann
Mit dem Motorrad nach Australien fahren, knapp geschützt 35000km, über
Iran, Nepal, Indonesien, ein ganzes Jahr lang, und dabei auch noch ein
soziales Projekt unterstützen - Esther Leist (27) aus Speyer und ihr
Freund Markus Schraermeyer (30) aus Berlin wollen diesen kühnen Plan
verwirklichen. Seit September 20102 arbeiten sie daran. Am 16.
September soll’s losgehen.
Am Anfang war die Sehnsucht nach der Fern. „Eine große Reise machen,
bevor wir sesshaft werden“, beschrieb es Esther Leist. Die beiden
Hörgeräteakustiker begannen Atlanten zu wälzen, Reiseliteratur zu
studieren, im Internet zu stöbern,Transportmittel zu checken.
Schließlich nahm die Idee Formen an, die sie jetzt mit zwei BMW F650 GS
Dakar in die Tat umsetzen wollen.
Die Route liest sich abenteuerlich: Österreich, Ungarn, Rumänien,
Bulgarien, Türkei, Iran, Pakistan, Indien, Nepal. Dann mit dem Flugzeug
nach Thailand. Weiter über Kambodscha, Vietnam, Sumatra nach Java. Von
dort per Schiff nach Australien. Dort weiter bis zur Endstation Sydney.
Über große Erfahrung mit Motorrad-Ferntouren verfügen die beiden
eigentlich nicht. „Wir fühlen uns aber ausreichend konditioniert, um
die Reise durchzustehen“, versichert Leist- Ohnehin wollen sie keine
langen Tagesetappen zurücklegen. Allenfalls 350 Kilometer. Dafür haben
sie bei der Vorbereitung breite Sachkenntnis über deutsche und
internationale Bürokratie bekommen. Markus Schraermeyer gibt einen
Eindruck: “Ohne Motorrad kann man kein Nummernschild bekommen. Ohne
Nummernschild bekommt man kein Bürgschaft für eine Carnet de Passage,
ohne Carnet kein Indienvisum, Indienvisum kein Pakistanvisum, ohne
Pakistanvisum kein Iranvisum. Und so weiter“.
Im südlichen Iran wollen sich Motorradfahrer einem Konvoi anschließen,
um möglichst schnell und sicher durch Pakistan zu kommen. Risiken
wollen sie vermeiden, notfalls eine Region umfahren oder überfliegen.
Sie haben ja Zeit. Der Stauraum in den beiden Gepäckkoffern und der
Heckrolle ist nicht groß, und viel Platz fressen alleine die
Ersatzteile. Aber große Garderobe benötigen sie nicht. Geschlafen wird
nach Möglichkeit im Zelt. Das soll auf sicheren Campingplätzen oder
auch mal auf einem Grundstück hilfsbereiter Einheimischer aufgestellt
werden. Finanziert wird die Reise überwiegend aus Erspartem. Für ihre
Verpflegung wollen Leist und Schraermeyer selber sorgen - auf dem
Benzinkocher. Esthers Vater Jürgen Leist, Hörankustikmeister und selbst
begeisterter Motorradfahrer hat sich mit den Pläne seiner Tochter
abgefunden, Aber mittlerweile schwingt auch schon ein wenig Stolz mit,
wenn er von der Weltreise erzählt.
Zur Sache: das Hilfsprojekt in Kathmandu
Zwei Monate auf ihrer großen Reise wollen sich Esther Leist und Markus
Schraermeyer in Kathmandu / Nepal aufhalten. Sie wollen dort helfen,
ein Labor aufzubauen, wo Ohrpassstücke für Schwerhörige angefertigt
werden können. Diese Hilfsmittel koppeln ein Hörgerßt akustisch an ein
Ohr an. Da jedes menschliche Ohr unterschiedlich ist, muss dies sehr
individuell geschehen.
Die beiden deutschen Hörankustiker arbeiten vor Ort mit der „Nepal
Association of Hard of Hearing“ („NAHOH“) zusammen, eine nicht
profitorientierte Hilfsorganisation, die 1996 gegründet wurde. Die
medizinische Grundversorgung der nepalesischen Bevölkerung ist nach
Angaben der Weltgesundheitsorganisation unzureichend. Auf 10000
Einwohner kommen im Durchschnitt 2,1 Ärzte. Mehr als die Hälfte der
Bevölkerung hat keinen ausreichenden Zugang zu den wichtigsten
Medikamenten und Hilfsmitteln. Besonders betroffen sind junge
Schwerhörige Nepalesen. Ihnen kann wegen fehlender
Versorgungsmöglichkeiten nicht geholfen werden. Damit haben sie keine
Chance auf eine Ausbildung, die Ihnen den Weg in eine eigenständige
Zukunft ebnet. Hier setzt die Arbeit von „NAHOH“ an, Leist und
Schraermeyer wollen die Helfer der Organisation im Umgang mit den neuen
Arbeitsmitteln einarbeiten und schulen. Sie sollen später vor Ort
Selbstständig und nachhaltig arbeiten können. Die deutschen
Hörgerßte-Akustiker wollen auch nach ihrem Aufenthalt „NAHOH“ mit
Chemikalien und Batterien versorgen, da es sinnlos wäre, lediglich ein
Labor aufzubauen und die Nachsorge zu vernachlässigen. Derzeit ist ein
Gemeinnütziger Verein in Gründung, in dem mittelständige
Hörgeräteakustiker Mitglieder werden können. Der Verein soll Hörgerßte
Für <Kathmandu zur Verfügung stellen.
Ergänzend denken Leist und Schraermeyer auch an Patenschaften für
Kinder und Jugendliche. Der Spender hätte so die Möglichkeit,
unmittelbar zu erfahren, wie seiner Klientel geholfen wird. (MIG)
MONTAG,
15. August 2011 / Friedrichshain, Berlin, Deutschland
Alles was nicht Niet-
und Nagelfest war haben wir verkauft, alles Übrige ist verpackt und wird
in Speyer in der Garage eingemottet. Die Wohnung ist übergeben worden,
jetzt heißt es abschied nehmen.




MONTAG,
22. August 2011 / Speyer, Rheinland-Pfalz, Deutschland
Es ist soweit, wir
haben in Rekordzeit einen Verein gegründet um auch in Zukunft unser
Projekt in Kathmandu zu unterstützen. Vielen Dank an alle
Beteiligten für eure großartige Unterstützung.
www.Hören-helfen.org

MONTAG,
19. September 2011 / Speyer, Rheinland-Pfalz, Deutschland
endlich, jetzt aber los.., große Reise, große Emotionen, großer Abschied



DIENSTAG,
20. September 2011 / Schliersee, Bayern, Deutschland

MITTWOCH,
21. September 2011 / Kerschdorf, Kärnten, Österreich


FREITAG,
23. September 2011 / Balatonkenese, Balaton, Ungarn
Wir hätten von uns
niemals behauptet alle Flaggen zu kennen, nicht mal die aller
Europäischer Länder. Geschweige denn wie die Länder Europas in
Landessprache heißen oder geschrieben werden. Aber wir hätten von uns
gedacht Karten lesen zu können! Umso überraschter waren wir beide heute
als wir merkten das wir statt in Ungarn erst in Slowenien und
Anschließend in Kroatien waren.
Die letzten Tage in Kärnten und der Steiermark waren wunderschön.
Inzwischen sind wir am total verlassenen Balaton gelandet. Wir hatten
Mühe überhaupt eine Unterkunft zu bekommen. Morgen gehts nach Budapest
dort werden wir einen Tag pause einlegen. Bevor es weiter Richtung
Rumänien geht.
..."Budapest"
MONTAG,
26. September 2011 / Lipova, Rumänien

MITTWOCH,
28. September 2011 / Ruse, Rumänien
Gestern war es nun so
weit gerade mal 2000km von unsere Haustür entfernt haben wir die
Zivilisation verlassen und unser kleines Abenteuer hat so richtig
begonnen.
Ohne schlecht über Ungarn zu schreiben, doch es war dem zu hause, wie
wir es kennen, sehr nah. Besonders Budapest würde wir als kleines
Berlin durchgehen lassen. Der Balaton war so gespenstisch verlassen,
nur der Gedanke an den Balaton in Hochsaison wäre noch gruseliger
gewesen.
Nachdem wir vorgestern die Grenze nach Rumänien überschritten hatten,
wurde es Interessant. Der Grenzübergang Schengentypisch unspektakulär,
Gesäumt von Kilometerweiten LKW Staus Richtung Ungarn. Arad, die erste
Große Stadt in Rumänien, die wir passierten, war gar nicht hübsch, laut
Esther ähnlich Moskau.
Wir haben eine gut detaillierte Rumänienkarte für Motorradfahrer auf
der wir gestern unsere Route planten, es sollte eine Passage für
Enduros dabei sein und uns direkt in die Karpaten führen.
Punkt 9.00Uhr gings los... und dann verließ uns der Asphalt... dann der
Strom … dann fließend Wasser.
Es war unglaublich, was wir dort sahen, denn die Enduropassage bot eine
Zeitreise ins Mittelalter und wir waren die Marsmenschen oder
Kosmonauten die mit Ihren knatternden Kisten diese Idylle störten.
Ziegelstein und Fensterglas waren die fortschrittlichsten Dinge die wir
auf dem Stück entdeckten. Pferdekarren, Esel, Gänse auf der Straße,
Brunnen aus denen die Hirten den Schafen Wasser schöpften. Alte Damen
die an einer Leine ihre Kühe in den Hof brachten. Keine
Hochspannungsleitung, keine Telefonzellen, KEINE AUTOS.
Nachdem wir schon glaubten, das es nun für eine ganze weile so bleiben
Würde, machten wir uns sorgen um unser Benzin. Die erste Tankstelle die
wir fanden, hatte nur zwei Säulen eine mit Diesel und eine mit
verbleites Benzin. Beide waren leer. Nach einigen Kilometern verließen
wir dann doch wieder diese wunderliche Welt und erreichten die nächste
Stadt. Dort konnten wir tanken, Kuchen essen, Kaffee trinken und das
ganze auch noch mit Visa bezahlen. (Unbezahlbar)
MONTAG,
03. Oktober 2011 / Achtopol, Zarewo, Bulgarien
Ungarn/Österreich sind freigeschalten ;)
https://freifahrt.net/oestereich-ungarn/

MONTAG,
03. Oktober 2011 / Achtopol, Zarewo, Bulgarien
Was lange währt wird
endlich gut ….